EKG (Elektrokardiogramm)

Beim EKG liegen Sie mit freiem Oberkörper auf dem Rücken und sind mit Saugelektroden verkabelt. Es gibt Auskunft über:

  • Ihren Herzrhythmus
  • Nachweis eines frischen oder alten Herzinfarktes
  • Herzmuskelentzündung, Herzbeutelentzündung
  • Verdickung des Herzmuskels
  • Hinweise für Herzvergrößerung

 

Langzeit-EKG-Registrierung

Das Langzeit-EKG wird Sie für ca. 22 Stunden, manchmal sogar über mehrere Tage, angelegt. Auf Ihre Brust werden Elektroden geklebt und die Brusthaare vorher eventuell abrasiert. Am Gürtel hängt ein kleiner Kasten, der Ihren Herzrhythmus permanent aufzeichnet.

  • Die Untersuchung gibt Auskunft über:
    Herzrhythmusstörungen, z.B. ob das Herz zu schnell, zu langsam oder im falschen Rhythmus schlägt oder Pausen macht
  • Ob Extraschläge vorhanden sind und wie viele

Gelegentlich können auch anhand der Herzstromkurve Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße erkannt werden.


Langzeitblutdruckmessung

Die Messung des Blutdrucks über einen längeren Zeitraum wird bei folgenden Fragestellungen eingesetzt: zur Verlaufskontrolle bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zur Erfolgskontrolle bei einer medikamentösen Therapie bei Bluthochdruck, bei einem Verdacht auf einen krisenhaften Anstieg des Blutdrucks bei sonst normalen Blutdruckwerten, bei einem Verdacht auf einen veränderten Tag-Nacht-Rhythmus oder bei Verdacht auf "Praxishochdruck", wenn durch psychischen Stress beim Aufenthalt in einer Arztpraxis plötzlich der Blutdruck steigt.

Die Langzeitblutdruckmessung hat eine größere Bedeutung bei der Behandlung des Bluthochdrucks als die Einzelmessung in der Praxis. Über einen Zeitraum von 24 Stunden wird in regelmäßigen Abständen der Blutdruck automatisch gemessen und gespeichert. Dazu wird in der Praxis eine Blutdruckmanschette am Oberarm angepasst und fixiert. Diese ist verbunden mit einem Aufzeichnungsgerät, welches am Gürtel oder in einer Tasche befestigt ist. Es ist so groß wie ein MP3 Player oder ein größeres Handy. Während dieser 24 Stunden sollen alle alltäglichen Verrichtungen so wie immer erfolgen, außer baden und duschen. Am nächsten Tag geben Sie das Gerät und die Manschette wieder ab, und es erfolgt die Auswertung durch den Computer.
Die Interpretation der Ergebnisse übernimmt Ihr Arzt.

Die häufige Messung – in der Regel alle Viertel- bis halbe Stunde und während der Nacht alle halbe bis ganze Stunde – ist manchmal etwas störend. Durch eine gute Programmierung kann aber vermieden werden, dass die Manschette jedes Mal zu stark aufgepumpt wird. Die Untersuchung ist völlig ungefährlich, für einige Patienten etwas unangenehm durch den Druck der aufgeblasenen Manschette am Oberarm.

Sie gehört daher nicht zu den Standarduntersuchungen in der Medizin, liefert aber in speziellen Fragestellungen wichtige Erkenntnisse.

Schlafapnoe Screening (Polygraphie)

Sollte bei Ihnen der Verdacht auf eine Schlafstörung in Verbindung mit nächtlichen Atempausen bestehen, können wir über ein spezielles Diagnostik-Gerät, welches Sie eine Nacht erhalten, messen, ob eine weiterführende Diagnostik angezeigt ist. Hierbei werden unterschiedliche Messsensoren am Körper angebracht, um genauen Aufschluss über Ihren Schlaf bzw. die Organfunktionen Ihres Körpers während des Schlafes zu gewinnen Für den Schlafmediziner wichtige Organsysteme sind das Gehirn, die Atmung, das Herz-Kreislauf-System und das motorische System. Das motorische System bezeichnet verschiedene Muskelgruppen des menschlichen Körpers, die bei bestimmten Schlafstörungen betroffen sein können. Der Schlaf sehr wichtig für ein gesundes Herz- Kreislauf-System.


Spirometrie

Die Spirometrie ist die einfachste Messung atemabhängiger Lungenvolumen. Sie wird typischerweise zur ersten Orientierung durchgeführt, um festzustellen, ob eventuell bei Atembeschwerden eine Einschränkung der Lungenfunktion vorliegt.

Bei der Spirometrie werden gemessen:

  • Die Vitalkapazität: Das ist das Volumen, das maximal ein- bzw. ausgeatmet werden kann, nachdem zuvor maximal aus- bzw. eingeatmet wurde.
  • Die Einsekundenkapazität ist das Volumen, das maximal in einer Sekunde ausgeatmet werden kann. Der Arzt erhält damit Aufschluss über die Weite der Atemwege.
  • Die relative Einsekundenkapazität besagt, wieviel Prozent der Vitalkapazität in der ersten Sekunde einer maximalen Ausatmung ausgeatmet werden können.
  • Das Atemzugvolumen ist das Volumen, welches bei einem Atemzug (beispielsweise in körperlicher Ruhe) ein- bzw. ausgeatmet wird.

Mit Hilfe der Spirometrie kann auch eine "Fluss-Volumen-Kurve" aufgezeichnet werden. Der Patient atmet dabei maximal tief ein und danach maximal schnell und heftig wieder aus. Daraus lassen sich die Atemstromstärken bei verschiedenen Füllungszuständen der Lunge bestimmen: Die dabei gewonnenen Kurven können Aufschluss auf bestimmte Erkrankungen der Lunge geben.

Beim Spirometertest sitzen Sie ganz entspannt und müssen nach Anweisung einige Atemkommandos befolgen, Sie atmen dabei in ein Mess-System hinein. Ihre Nase wird dabei kurzzeitig mit einer Klemme verschlossen. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten.

 

Ergometrie

Bei der Ergometrie nehmen Sie eine halbliegende oder sitzende Stellung auf einem Fahrrad ein, sind am EKG angeschlossen und tragen eine Blutdruckmanschette. Sie gibt Auskunft über:

Ihre Belastungsfähigkeit
Das Vorliegen von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße
Das Verhalten Ihres Herzrhythmus unter Belastung
Das Verhalten Ihres Blutdrucks unter Belastung

Event-Recorder

Ein Event-Recorder (Ereignis-Recorder) ist ein kleines tragbares EKG-Gerät zum Mitnehmen. Dieses Gerät dient zum Aufzeichnen von Herzrhythmusstörungen, die nur manchmal auftreten und deshalb nicht durch ein normales EKG oder Langzeit-EKG erfasst werden können. Sie bekommen es nach einer Einweisung durch unser Praxispersonal für ein bis drei Wochen mit nach Hause. Sollten Sie eine Herzrhythmusstörung bemerken (z.B. Herzrasen), können Sie eine Taste betätigen und EKGs speichern. Die Auswertung erfolgt nach Abgabe des Gerätes in der Praxis. Die Leistung bieten wir als Selbstzahlerleistung an. Nähere Informationen erhalten Sie auf Anfrage.

Echokardiographie

Bei der Echokardiographie liegen Sie mit freiem Oberkörper auf der Seite. Wir untersuchen:
Die Funktion des Herzmuskels, eine Herzschwäche, Herzinfarktnarben
Die Funktion und Aussehen der Herzklappen, angeborene Herzfehler
Die Dicke und Elastizität des Herzmuskels, Bluthochdruckveränderungen
Entzündungen des Herzbeutels, Verkalkungen, Gerinnsel und Geschwülste (Tumore) im Herzen
Veränderungen der Hauptschlagader des Herzens (Aorta)


TEE (Transoesophageale Echokardiographie)

Bei einer TEE (Transoesophageale Echokardiographie, auch Schluck-Echo genannt) erfolgt die Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre und ermöglicht es so, bestimmte Bereiche des Herzens wesentlich genauer und zuverlässiger zu erfassen als bei der Ultraschalluntersuchung durch die Brustwand, da die Bildqualität weder durch Rippen noch Lungengewebe beeinträchtigt wird.

Diese Untersuchung gibt Auskunft über:

  • Veränderungen im Bereich der beiden Vorkammern und der Herzklappen z.B. Blutgerinsel
  • Löcher in der Vorhofscheidewand und Herzklappenentzündungen
  • Erkrankungen der vom Herz ausgehenden großen Schlagader (Aorta)

Die Untersuchung wird häufig bei der Schlaganfalldiagnostik benötigt.


Stressechokardiografie

Die Stressechokardiografie ist dem Belastungs-EKG beim EKG vergleichbar, ist also ein Belastungs-Echo, eine Ultraschalluntersuchung des Herzens während einer Belastung. Sie ist eine der wichtigsten diagnostischen Maßnahmen, um Durchblutungsstörungen des Herzmuskels und Brustschmerzen bei Verdacht auf Angina pectoris abzuklären. Mit dieser Ultraschalluntersuchung unter Belastung soll besonders die Funktion und der Zustand der Herzkranzgefäße getestet werden, manchmal wird diese auch eingesetzt, um den Schweregrad einer Herzklappenveränderung zu ermitteln.



Diese Methode ist sehr treffsicher, wenn es um die Beurteilung einer Koronaren Herzkrankheit geht oder wenn eine Bypass-Operation ansteht oder wenn der Arzt nach einem Infarkt die noch gesunden Teile des Herzens feststellen will.

Bei der Stressechokardiografie wird die Belastung durch "Fahrradfahren" in halbliegender Position erreicht. Bei Patienten mit schwerwiegenden Knie- oder Hüftproblemen wird die Belastung durch die Gabe von Medikamenten simuliert, eines Medikaments, das die Herzfrequenz ansteigen und das Herz kräftiger schlagen lässt.

Da es bei dieser Methode in sehr seltenen Fällen zu kurzzeitigen Rhythmusstörungen kommen kann, erfolgt eine schriftliche Aufklärung durch den Arzt. Zuvor werden ein Ruhe-EKG aufgezeichnet und der Ruhe-Blutdruck gemessen.

Ähnlich wie zum Belastungs-EKG sollten Sie Sportschuhe und eine Sport- oder Trainingshose mitbringen, in der Sie sich gut bewegen können. Die Untersuchung dauert etwa 30 Minuten.

Duplexsonographie der peripheren Arterien

Dopplersonographie der Beinaterien und Halsgefäße:
Bei dieser Ultraschalluntersuchung liegen Sie mit bloßen Beinen und Füßen auf dem Rücken.
Die Untersuchung gibt Auskunft über:

Das Flussverhalten des Blutes in den Bein- und Fußschlagadern
Wie hoch der Blutdruck in den einzelnen Abschnitten der Arterien im Vergleich zum Arm ist (Druckmessung)

Diese Untersuchung wird bei Verdacht auf eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit, Verengung der Beinschlagadern, Thrombosen) benötigt.


Duplexsonographie
Die Duplexsonographie gibt Auskunft über:

  • Das Aussehen der Gefäße (z.B. über Verkalkungen, Verschlüsse oder Aussackungen)
  • Das Flussverhalten des Blutes
  • Das Ausmaß von Verengungen

Die Untersuchung dient zur Früherkennung von Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose), sowie zum Aufspüren von Aneurysmen (Aussackungen der Gefäße). Gefäßverengungen können lokalisiert (geortet), vermessen und der Schweregrad beurteilt werden.

Duplexsonographie der Halsgefäße
Bei der Duplexsonographie der Halsgefäße liegen Sie mit freier Halsgegend auf dem Rücken. Sie gibt Auskunft über:

  • Das Aussehen der Gefäße (Früherkennung von Verkalkungen oder Feststellen von Verengungen oder Verschlüssen)
  • Das Flussverhalten des Blutes - dadurch können Verengungen vermessen werden

Die Untersuchung wird oft bei Schwindelsymptomatik und Schlaganfallvorboten durchgeführt sowie zur Früherkennung von Aderverkalkungen, die auch Rückschlüsse auf das ganze Adersystem zulassen

Gerinnungshemmertherapie:

Schulungen am Coagu Check Gerät

Aus den unterschiedlichsten Gründen kann es sein, dass in Ihrem Fall eine Verdünnung des Blutes mit Medikamenten erforderlich ist. Künstliche Herzklappen oder das häufige Vorhofflimmern sind hier im Besonderen zu nennen. Auch angeborene Gerinnungsstörungen und Blutgerinnselbildung, sog. Thrombosen, sind zu nennen. Immer noch das am häufigsten eingesetzte Medikament ist Marcumar.

Bei einer Blutverdünnungstherapie sind regelmässige Blutkontrolluntersuchungen erforderlich. Diese führt Ihr Arzt etwa alle 4-6 Wochen durch. Es wird der INR Wert bestimmt und die Therapie jeweils angepasst. Mit dem Coagu Check Gerät können Sie diese Kontrollen auch selbstständig durchführen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass sowohl das Komplikationsrisiko gesenkt, als auch die Lebensqualität gesteigert werden.

Wir führen regelmässige Schulungn in unseren Praxisräumen durch, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, einen "Führerschein" für die Selbstkontrolle zu erwerben.

Auch, wenn Sie Ihre Gerinnungs-Werte selbst messen und die Medikamenten-Dosis anpassen, bleibt Ihr Arzt selbstverständlich Ihr Partner. Er prüft mit Ihnen zusammen in regelmässigen Abständen die ermittelten Werte, beurteilt die Ergebnisse und berät Sie.

Schrittmacher- und ICD- Kontrolle

Mehrmals in der Woche führen wir Herzschrittmacher- und Defibrillator (ICD)-Kontrollen durch. Dabei überprüfen wir die Aggregate telemetrisch mit einem Programmiergerät auf die:

Korrekte Batteriefunktion und verbleibende Laufzeit
Korrekte Funktion der Sonden (Elektroden)
Abfrage der gespeicherten Daten und EKGs der implantierten Geräte
Überprüfung der individuellen Programmierung

Es ist uns möglich, fast jeden eingesetzten Herzschrittmacher oder Defibrillator zu kontrollieren. Bei einer Batterieerschöpfung kann kurzfristig ein Batteriewechsel veranlasst werden.


Kardio-MRT

Die Kernspintomographie gehört zu den sogenannten nichtinvasiven Schnittbildverfahren, die Quer- bzw. Längsschnitte von Organen oder Körperregionen liefern können. Im Gegensatz zur Computertomographie arbeitet dieses Verfahren jedoch ohne Röntgenstrahlen. Die Bilder werden unter Einsatz eines starken Magnetfeldes und Radiowellen (Hochfrequenz-Impulse) erstellt.

Als Patient befinden Sie sich während der Untersuchung auf einer bequemen Liege, die in die Röhre des Kernspintomographen hineingefahren wird. Gegen die Geräuschbelästigung, die durch die Spulen erzeugt wird, erhalten Sie einen Gehörschutz. Die Dauer der Untersuchung ist unterschiedlich und hängt von der Art der gewünschten Untersuchung ab. Einige Diagnosen erfordern die Gabe eines Kontrastmittels, das in eine Vene gespritzt wird. Bei diesem Kontrastmittel (Gadolinium DTPA) handelt es sich um eine sehr gut verträgliche Substanz, die nur in sehr seltenen Fällen zu allergischen Reaktionen führt.

Während der Untersuchung wird in manchen Fällen ein Medikament verabreicht, das die Herztätigkeit steigert und eine Belastungssituation simuliert (Adenosin-Stress-MRT). So ist es möglich, zu erkennen, wie viel Blut durch die Herzkranzgefäße unter Belastung fließt.

Die MRT ist hier eine Alternative zur Myokardperfusions-Szintigraphie.

Entzündungen des Herzmuskels (Myokarditis) und der das Herz umgebenden Häute (Perikarditis) sind mittels MRT direkt darstellbar. Die Untersuchungszeiten betragen durchschnittlich zwischen 45 und 60 Minuten. Anschließend werden die ermittelten Daten von Dr. Gerich oder Dr. Rösch in Zusammenarbeit mit den Kollegen in der radiologischen Praxis Heinrichsallee, bzw. der radiologischen Abteilung des Luisenhospitals ausgewertet.

Zu beachten!
Einen geringen Nachteil der Methode stellt der hohe Zeitaufwand dar, der inklusive der Auswertung der Daten mehrere Stunden in Anspruch nimmt.

Wegen des starken Magnetfeldes im Untersuchungsraum ist es notwendig, dass Sie alle metallischen Objekte vom Körper (fragen Sie bitte bei vorhandenem Piercing!) und aus der Kleidung entfernen. Metallgegenstände im Untersuchungsgebiet verschlechtern die Bildqualität derart, dass eine Auswertung erheblich eingeschränkt sein kann. Uhren und Magnetkarten (z. B. EC-Karten, Kreditkarten, Parkkarten) werden durch das Magnetfeld nachhaltig beschädigt. Daher müssen auch diese Gegenstände in der Kabine abgelegt werden. Kosmetika mit Metallpartikeln, wie z.B. Bodylotion, Lidschatten etc., können ebenfalls zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Bildqualität führen .

Am Tag der Untersuchung (genauer 24 Stunden vorher) dürfen kein Kaffee, kein Tee, keine Schokolade oder koffeinhaltige Getränke konsumiert werden. Eventuell müssen einige Medikamente abgesetzt werden. Daher muss zur Terminvereinbarung unbedingt abgeklärt werden, welche Medikamente Sie aktuell einnehmen.

Herzkatheteruntersuchung

Eine Herzkatheteruntersuchung wird benötigt, um Verengungen, Verstopfungen oder angeborene Anomalien der Herzkranzgefäße festzustellen. Auch bei Herzklappenerkrankungen hilft die Untersuchung, deren Schweregrad und die Operationsbedürftigkeit abzuklären.



Die Herzkatheteruntersuchung ist ein relativ kleiner Eingriff, den Dr. Klutmann ambulant im Krankenhaus Düren durchführt. Er war in der dortigen medizinischen Klinik I Oberarzt und Sie erhalten dort von einem eingespielten Team einen umfassenden Service. Wir kümmern uns um alle notwendigen Voruntersuchungen und Sie werden früh am Morgen untersucht.
Alle Anmeldeformalitäten werden über unsere Praxis veranlasst. Die Untersuchung dauert ca. 20 Minuten, anschließend verbleiben Sie zur Überwachung noch ca. 4 Stunden in der Tagesklinik und können dann wieder nach Hause fahren. Eine Begleitperson sollte Sie abholen.
Wir führen die Herzkatheteruntersuchung auch über das Handgelenk durch. Üblicherweise erfolgt der Zugang über die Leiste - der Zugang über das Handgelenk bringt jedoch weniger örtliche Komplikationen mit sich, wie wissenschaftliche Studien gezeigt haben. Außerdem ist der erforderliche Druckverband am Arm für den Patienten angenehmer als in der Leiste.

Die Untersuchung wird in örtlicher Betäubung durchgeführt und ist in der Regel kaum schmerzhaft. Sie liegen dabei mit freier Leiste oder freiem Handgelenk auf dem Rücken auf einer Röntgenliege. Durch die Schlagader in der Leiste, am Handgelenk oder Ellenbogen wird nach einer kleinen örtlichen Betäubung ein ca. 10 cm langer und 1,5 mm dicker Plastikschlauch mit Ventil (die sog. Schleuse) eingeführt. Durch diese Schleuse werden dann die noch dünneren Katheter (das sind 1 m lange vorgeformte Plastikschläuche) zum Herzen vorgeführt. Dort wird ein Kontrastmittel in die Kranzgefäße oder Herzkammer gespritzt, und dadurch der Blutfluss unter Röntgendurchleuchtung auf einem Monitor sichtbar gemacht. Das gibt Auskunft über Veränderungen der Herzkranzgefäße, wie beispielsweise Verengungen oder Verstopfungen. Da in den Schlagadern, durch die der Katheter zum Herzen vorgeführt wird, keine Nerven verlaufen, spüren Sie von dieser Untersuchung normalerweise nichts.

Behandlung je nach Diagnose
Nach der Untersuchung kann der Arzt in aller Regel sagen, welche Behandlung die beste für Sie ist. Je nach Befund würde man entweder mit Medikamenten behandeln, eine Ballonerweiterung mit evtl. Stentimplantation oder eine Bypass-Operation durchführen.

Eine Ballondehnung kann in der Regel gleich anschließend im selben Eingriff durchgeführt werden, denn sie wird durch den Katheter gemacht, der ja bereits eingeführt ist. Bei einer Ballondehnung mit evtl. Stentimplantation der Herzkranzgefäße erfolgt die Aufnahme ins Krankenhaus und Sie verbleiben eine Nacht im stationären Bereich. Sollte eine Bypass-Operation erforderlich sein, veranlassen wir alle nötigen Voruntersuchungen und übernehmen die Organisation der Operation. Sie und Ihr Hausarzt brauchen sich darum nicht zu kümmern.

Nach der Untersuchung dürfen Sie schnell wieder nach Hause
Nach Beendigung der Herzkatheteruntersuchung wird der Plastikschlauch aus Leiste oder Handgelenk wieder entfernt und das kleine Loch in der Schlagader durch einen Druckverband oder einen Gefäßkleber o.ä. verschlossen. Sie müssen zunächst noch eine Weile liegen und dürfen dann nach Entfernung des Druckverband aufstehen. Wenn wir sicher sind, dass es zu keiner Nachblutung mehr kommt, können Sie nach Hause fahren (in der Regel ca. 6 Stunden nach der Untersuchung).

Am nächsten Morgen erfolgt eine erneute Kontrolle der Punktionsstelle an Leiste oder Handgelenk in unserer Praxis und eine Besprechung der evtl. erforderlichen weiteren Maßnahmen. Den Befund für Ihren Hausarzt bekommen Sie direkt nach der Herzkatheteruntersuchung gleich mit.

Zusatzleistungen

Mit dem arteriellen Gefäß-Check erfahren Sie schon früh, ob Handlungs-Bedarf besteht. Schon beginnende Gefäß-Veränderungen (Arteriosklerose) werden erkennbar, und eine Prävention könnte sinnvoll sein.

Durch die zusätzliche Bestimmung eines Hormons kann der Grad einer möglichen Herzschwäche noch besser abgeschätzt werden.

Im sportärztlichen Bereich sind umfangreiche Messungen des Kreislaufs, der Atmung und des Stoffwechsels möglich.


3D Echokardiographie/Speckle-Tracking

Mit diesen neuen Ultraschallverfahren kann die Diagnostik bezüglich vorhandener Durchblutungsstörungen oder Strukturveränderungen am Herzen noch weiter verbessert werden. Sie kommen in den aktuell angeschafften Ultraschallgeräten erstmalig zur Anwendung.